Die Radbrille

mehr als eine Sonnenbrille!

Eine Radbrille soll nicht nur Blendung verhindern, sie muss auch die Augen schützen
unter anderem vor:

  • Zugluft
  • Insekten (welche im Sommer in der Dämmerung oft in dichten Schwärmen auftreten)
  • aufgewirbelten Staubkörnern und Steinchen (u.a. Split)
  • Wind
  • Kälte

Die Scheibe muss

  • groß genug sein
  • leicht gebogen, um Zugluft abweisen zu können
  • verzerrungsfrei sein
  • absolut splitterfrei!

Deshalb sind fast alle Brillen aus Polycarbonat, das ist schlagfest und weitgehend kratzfest.

Auch die Farbe der Scheibe ist wichtig!

Am Besten gleich eine Fassung mit Wechselgläsern kaufen:

  • Transparent für den Abend, die Nacht und stark bewölkte Tage
  • Gelb für nebelige Tage
  • Braun oder Grau getönt für helle, sonnige Tage

Stark getönte Scheiben nur bei direktem Sonnenlicht verwenden – es besteht die Gefahr, dass sie zu stark verdunkeln.

Unter bestimmten Umständen bewährt sich zusätzlich eine

  • Rötlich oder Orange getönte Scheibe

In der Dämmerung sowie im Schatten ist der Blauanteil im Licht besonders hoch, dafür ist der Kontrast schwach! Dagegen helfen rötlich oder orange getönte Scheiben, welche den Blauanteil herausfiltern und damit Schatten dunkler und helle Gegenstände heller werden lassen. D.h., man erzielt damit einen wesentlich besseren Kontrast! Selbst bei diesigem Wetter wird die Sicht dadurch klarer.

Alle Radbrillen gibt es auch mit Polaroidscheiben (blendfrei!).

Beim Kauf einer Radbrille ist auf folgende weitere Kriterien zu achten:

  • leichtes Gewicht
  • hohen Tragekomfort – keine Druckstellen auf der Nase oder hinter den Ohren – nach Möglichkeit mit Helm probieren!

Übrigens . . .:

  • Jede – auch die klare Scheibe hat einen 100%-igen UV-Schutz.
  • Auch für Brillenträger gibt es speziell geeignete Radbrillen – die inneren Gläser muss man allerdings vom Optiker dazu kaufen.
  • Die Scheiben NUR nass putzen (ansonsten Verkratzungsgefahr) – zur Not mit Wasser aus der Trinkflasche.
  • Da die Wichtigkeit einer guten und klaren Sicht nicht hoch genug einzuschätzen ist, sollte eine Radbrille genau so wie ein Radhelm zur Standardausrüstung jedes Radfahrers gehören.

ein Beitrag von herbert

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