Stadlauer Straße neu

Große Änderungen kündigen sich in der Stadlauer Straße zwischen Langobardenstraße und Erzherzog-Karl-Straße an.

Seit 11. Juni kann die Stadlauer Straße in diesem Abschnitt nur mehr in Richtung Erzherzog-Karl-Straße befahren werden. Diese Einschränkung gilt für alle Fahrzeuge, also Autos, Busse und Radfahrer. Radfahrer konnten schon bisher über die Vernholzgasse und Langobardenstraße teilweise gegen die Einbahn die Stadlauer Straße in diesem Abschnitt umfahren. Dieser Straßenzug ist jetzt auch für Autos und Busse die offizielle Umleitungsstrecke, wodurch die Radfahrer nun in gleicher Fahrtrichtung mit dem restlichen Verkehr auf einem Radstreifen fahren. Das Verkehrsaufkommen in diesem bisher ruhigen Straßenzug ist dadurch leider merklich gestiegen. Da der motorisierte Verkehr jetzt aus Sicht des Radfahrers von hinten kommt, reduziert sich leider auch die Sicherheit.

Besser sieht es jedoch in der Stadlauer Straße selbst aus. Hier ein Foto, das am 18.6.2012 bei der Kreuzung mit der Langobardenstraße in Blickrichtung Erzherzog-Karl-Straße gemacht wurde.

Fotografiert bei der Kreuzung mit der Langobardenstraße in Blickrichtung Erzherzog-Karl-Straße

Stadlauer Straße zwischen Langobardenstraße und Erzherzog-Karl-Straße

In der Mitte der Fahrbahn sieht man den neu markierten Radstreifen. Links vom Radstreifen fahren die Autos. Leider sind sowohl der Fahrstreifen für die Autos als auch der Radstreifen sehr schmal ausgefallen. Die meisten Autos ragen deutlich in den Radstreifen hinein.

Fraglich ist, was mit dem riesigen Platz rechts vom Radstreifen passieren wird. Kommt hier eine Busspur? Dafür wäre der Streifen aber zu schmal. Wenn allerdings der Parkstreifen aufgelöst würde, könnte der Gehsteig verbreitert werden und zusätzlich eine Busspur eingerichtet werden. Aber wo fahren die Busse dann in der Gegenrichtung? Wird die Umleitung durch die Vernholzgasse eine Dauerlösung?

Die Stadlauer Straße ist im Radwegenetz eine zentrale Verkehrsader der Donaustadt. Sie verbindet die Radinfrastruktur entlang der U2 mit den Bezirksteilen Hirschstetten, von wo man weiter zum Kagraner Platz, nach Breitenlee und Süßenbrunn kommt. Im Süden kommt man bequem auf die Donauinsel, quasi der „Tangente“ des Wiener Radverkehrs, von wo aus man große Teile des Wiener Radwegenetzes erreicht. Außerdem gibt es in der Stadlauer Straße zahlreiche kleine Geschäfte zur Nahversorgung. Eine fahrradfreundliche Gestaltung dieser Traditionsstraße ist daher jedenfalls zu begrüßen. Wichtig ist vor allem, dass die Stadlauer Straße und die Vernholzgasse wie bisher für Radfahrer in beide Richtungen befahrbar bleiben.

Wir werden an dieser Stelle auf jeden Fall weiter über den Fortgang der Umgestaltung berichten.

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